Generalvikar der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Schwerpunkte

In der Diözese Rottenburg-Stuttgart gibt es seit dem 1.1.1998 eine Beauftragte für Gleichstellungsfragen. Sie ist unter anderem zuständig für das Bischöfliche Ordinariat, die rechtlich unselbständigen Einrichtungen der Diözese, für die Dekanate und Kirchengemeinden. Organisatorisch ist die Gleichstellung in die Stabsstelle Entwicklung im Bischöflichen Ordinariat eingegliedert und untersteht unmittelbar dem Generalvikar.

Die Gleichstellungsbeauftragte setzt sich dafür ein, dass Frauen und Männer in allen Positionen, die nicht mit einem Weiheamt verbunden sind, gleiche Chancen haben und sie auch wahrnehmen können:
Sie erarbeitet strategische Lösungsansätze zu Fragen der Gleichstellung in der Diözese und setzt sich für eine gleichstellungsorientierte und familienfreundliche Personalpolitik ein.

Daneben unterstützt sie den Wiedereinstieg beurlaubter Beschäftigter durch Kontakthaltemaßnahmen.
In der Diözesankurie ist sie Ansprechpartnerin für das Audit berufundfamilie und in Zusammenarbeit mit der Personalentwicklung für dessen Weiterentwicklung zuständig.

Beruf und Familie miteinander vereinbaren

Förderung von Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Frauen und Männer, z.B. durch

  • Förderung von Teilzeitregelungen
  • flexible Arbeitszeit / Telearbeit
  • Vermittlung von Beratungskontakten zur Kinderbetreuung und Pflege
  • Anlaufstelle bei Vereinbarkeitsproblemen
Chancengleichheit von Frauen und Männern

  • Beobachtung der Chancengleichheit in Fragen der Personal- und Organisationsentwicklung der Kurie
  • Mitwirkung bei für die Chancengleichheit wichtigen Stellenbesetzungen der Diözese
  • Recht zur Stellungnahme in allen Gleichstellungsfragen
  • Anlaufstelle bei Nichtbeachtung der Chancengleichheit
Unterstützung des Wiedereinstiegs beurlaubter Beschäftigter

  • Kontakthaltemaßnahmen (Kontakthaltetreffen, Newsletter, Wiedereinstiegsqualifizierung)
  • Beratung zu Fortbildungs-, Betreuungs- und Teilzeitmöglichkeiten
Audit berufundfamilie der Diözesankurie

  • Weiterentwicklung des audit in Zusammenarbeit mit der Stabsstelle Entwicklung
  • Überprüfung der Einhaltung der Zielvereinbarungen des audit berufundfamilie
  • Ansprechpartnerin in Vereinbarkeitsfragen

Gleichstellungsbeauftragte

Andrea Langenbacher

Kontakt

Kontaktdaten Gleichstellungsbeauftragte

Postanschrift
Bischöfliches Ordinariat
Stabsstelle Entwicklung – Bereich Gleichstellung
Postfach 9
72101 Rottenburg am Neckar

Telefon: 07472 169-466
Fax: 07472 169-665
E-Mail: gleichstellungsbeauftragte(at)bo.drs.de

Hausanschrift
Bischöfliches Ordinariat
Stabsstelle Entwicklung – Bereich Gleichstellung
Eugen-Bolz-Platz 1
72108 Rottenburg am Neckar

Weitere Informationen

Mehr Frauen in kirchliche Leitungspositionen

Mehr Frauen in kirchliche Leitungspositionen

Gleichstellungsbeauftragte sieht noch Spielraum

1992 war Therese Wieland etwas Besonderes. Als erste Frau in Deutschland übernahm die Ordinariatsrätin die Leitung einer Hauptabteilung in der Bischöflichen Kurie. Heute sind vier von 17 Mitgliedern in der Rottenburger Ordinariatssitzung Frauen. Bundesweit sieht Susanne Traulsen, Gleichstellungsbeauftragte der Diözese, weitere Möglichkeiten.

Im Vergleich mit dem überdurchschnittlich hohen Prozentsatz von Frauen unter den Gläubigen, ehrenamtlich Engagierten und kirchlich Angestellten der katholischen Kirche sei deren Anteil in hauptberuflichen Führungspositionen der Bistümer sehr klein, stellten die Gleichstellungsbeauftragten bei ihrer Jahrestagung fest. Die Personalverantwortlichen hätten Frauen nach wie vor zu wenig im Blick, wenn es um die Besetzung von Führungspositionen gehe, so das Fazit der Gleichstellungsbeauftragten der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Susanne Traulsen. Sie ermutigt die Bischöfe, „für alle Führungsstellen, die nicht Priestern vorbehalten sind, verstärkt nach qualifizierten Frauen Ausschau zu halten“.

Für eine solche veränderte Perspektive sei der Zeitpunkt günstig, betont Traulsen mit Blick auf die Vollversammlung der deutschen Bischöfe im Herbst in Fulda. Dort wählen die Bischöfe die Mitglieder der Kommissionen der Deutschen Bischofskonferenz, neben Bischöfen auch beratende Mitglieder. Auf der Liste der Kandidatinnen und Kandidaten als beratende Mitglieder sollten zur Hälfte Namen von Frauen stehen, fordern die Gleichstellungsbeauftragten. Nur so bestehe eine Chance für ausgewogen besetzte Gremien. „Wir kennen Frauen, die dafür geeignet und interessiert sind“, versichern die Beauftragten.

Die Diözese Rottenburg-Stuttgart richtete 1997 als bundesweit erstes Bistum die Stelle einer Gleichstellungsbeauftragten ein, zunächst bis 2001 in Form einer Frauenbeauftragten. Inzwischen haben sieben der 27 deutschen Diözesen Männer und Frauen in dieser Position, die untereinander im engen Austausch stehen mit dem Interesse, mehr Geschlechtergerechtigkeit in der Kirche zu erreichen. Im Blick haben sie Themen wie Teilzeit, Job-Sharing, geschlechtergerechte Vergütung oder lebensphasenorientierte Arbeitszeitmodelle. Um Frauen mit Familienverantwortung den Weg in die Chefetagen zu ebnen, schlagen sie Mentoring-Projekte oder Modelle einer geteilten Leitung vor.

Susanne Traulsen / Markus Waggershauser

Geschlechtergerechtigkeit im Fokus

Geschlechtergerechtigkeit im Fokus

Katholische Gleichstellungsbeauftragte entwerfen Strategien

Im Mittelpunkt des Arbeitstreffens der katholischen Gleichstellungsbeauftragten, die am 24./25.3.2014 in Hildesheim stattfand, stand die Umsetzung der Erklärung der Deutschen Bischofs-konferenz „Das Zusammenwirken von Frauen und Männern im Dienst und Leben der Kirche“. Konkrete Ideen und Strategien wurden zu Handlungsfeldern wie Personalgewinnung, geschlechtersensible Pastoral, aber auch Frauen in Führungspositionen entwickelt.

Bundesweit gibt es in den sechs (Erz-)diözesen Bamberg, Freiburg, Hildesheim, München, Rotten-burg-Stuttgart und Würzburg Gleichstellungsbeauftragte. Sie entwickeln und begleiten Maßnahmen zur Gleichstellung von männlichen und weiblichen Beschäftigten in der Kirche und zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Gleichstellungsbeauftragte beraten die Arbeitgeberin Kirche bei der Erstellung von Gleichstellungsanalysen und werden bei Bewerbungsverfahren beteiligt. In Arbeitsbereichen, in denen Frauen oder Männer unterrepräsentiert sind, schlagen sie geeignete Personalmaßnahmen zum Ausgleich vor.

„Die Erfahrung zeigt, dass gemischte Teams aus Frauen und Männern kreativer und zielorientierter arbeiten.“ (Pressemitteilung zum Studientag der deutschen Bischofskonferenz „Das Zusammenwir-ken von Frauen und Männern im Dienst und Leben der Kirche“ v. 21.02.2013)

Großer Handlungsbedarf besteht nach der Meinung der Gleichstellungsbeauftragten besonders auf der Führungsebene. Es könnten in den Diözesen mehr qualifizierte Frauen für Führungsaufgaben gewonnen werden, wenn auch in diesem Bereich Teilzeitarbeit ermöglicht würde und gezielte Fortbildungsangebote und Mentoren/-innenprogramme angeboten würden. Die familienfreundlichen Maßnahmen (z.B. flexible Arbeitszeitmodelle, Homeoffice, Kinderbetreuungsangebote, Angebote für pflegende Mitarbeitende) die bereits in vielen Diözesen, greifen, sollten weiter ausgebaut werden.
„Wir würden es sehr begrüßen, wenn die Erklärung der deutschen Bischofkonferenz dazu führen würde, dass auch in den 21 weiteren deutschen Diözesen Gleichstellungsbeauftragte bestellt wer-den– dies wäre ein sichtbares und wirkungsvolles Zeichen, dass der Willen zu einem gleichberechtigten Zusammenwirken von Frauen und Männern in unserer Kirche vorhanden ist“, so die Gleichstellungsbeauftragte, Susanne Traulsen.

Pressemeldung der Gleichstellungsbeauftragten der Diözesen

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